Informationsveranstaltung Hessental Ende Mai

Veröffentlicht am 15.07.2022 in Kommunalpolitik

Hessental Schulhof

Themen: Grundschule, Situation Bushaltestellen, Verkehrsanbindung, Situation für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen, Südumfahrt, Erweiterung Friedhofskapelle, öffentliche Toiletten u.a.

An der von der Haller SPD organisierten, ca. 90 Minuten dauernden
Informationsveranstaltung nahmen rund 30 Personen teil. Von Seiten der
Gemeinderatsfraktion waren Edgar Blinzinger, Annette Sawade und Rüdiger Schorpp
anwesend, vom OV-Vorstand u.a. die (stellv.) Vorsitzenden Danny Multani und Anja
Häußler, außerdem die Leiterin der Grundschule Hessental, Vesna Walter. Auch die Presse in
Person von Tobias Würth war vor Ort (am 1. Juni ist im HT ein Artikel erschienen).

Nach der Begrüßung durch Rüdiger Schorpp stellte Edgar Blinzinger den aktuellen Stand der
Planungen sowie die bisher diskutierten sechs Varianten vor (fünf sehen einen Umbau des
bisherigen Standorts vor, eine einen kompletten Neubau). Anschließend erläuterte er den von
der SPD-Fraktion gemachten Vorschlag bzw. eingebrachten Antrag, als weitere Variante zu
prüfen, ob es zukünftig zwei selbstständige, jeweils zwei- bis dreizügige Grundschulen in
Hessental geben kann – das heißt dass eine Grundschule an einem weiteren Standort, z.B. in
der Grundwiesensiedlung neu gebaut und die jetzige saniert wird, wofür Hessental dann in
zwei Schulbezirke unterteilt werden müsste.

 

Edgar Blinzinger und Rüdiger Schorpp führten
die Gründe aus, die für diese Variante sprechen: Zum einen kann keine der bisherigen
Varianten wirklich überzeugen, gerade angesichts der in Zukunft benötigten hohen (und
weiter steigenden) Kapazitäten, die sich vor allem aus dem Zuzug vieler junger Familien nach
Hessental und der hohen Anzahl an Ganztagesschüler:innen ergeben. Zum anderen würden
zwei Standorte für viele Kinder den Schulweg verkürzen und könnte sichergestellt werden,
dass alle Hessentaler Kinder auch in Hessental in die Grundschule gehen können und nicht
auf andere Standorte ausweichen müssten; zudem wären bei zwei Grundschulen kleinere
Klassen zu erwarten. Schließlich könnte mit dem Bau einer zweiten Turnhalle die große
Nachfrage der (Sport-)Vereine besser befriedigt werden. Sie kamen aber auch auf mögliche
Einwände zu sprechen, darunter die Notwendigkeit, eine zweite Schulleiter:innen-Stelle
einzurichten, sowie die relativ hohen Kosten. Für den Erfolg dieser Variante mit zwei
selbstständigen Grundschulen wäre es maßgeblich, dass zwischen diesen eine gute
Zusammenarbeit bestehen würde. Insgesamt betonen die SPD-Gemeinderät:innen, dass die
von ihnen vorgestellte Variante eine Chance für Hessental bedeutet, heben aber auch hervor,
dass bei den weiteren Planungen zur Grundschule wie insgesamt zur Entwicklung Hessentals
die Bürger:innen stärker zu beteiligen sind.


Im Anschluss fand ein lebhafter und kontroverser Austausch mit den Anwesenden statt. Den
Anfang machte Frau Walter, die deutlich macht, dass aus ihrer Sicht der Neubau einer
Grundschule die (derzeit) beste Variante ist. Sie äußerte Skepsis gegenüber dem
vorgebrachten Vorschlag, vor allem mit Blick auf die Zukunft des jetzigen Standorts und die
zeitliche Umsetzung des Plans – sollte die (überfällige) Sanierung des jetzigen Standorts erst
nach dem erfolgten Bau einer neuen Grundschule erfolgen, könnte sich diese noch sehr lange
hinziehen und würde das Ganze dadurch sehr langwierig werden. Aus ihrer Sicht ist zu befürchten, dass die derzeitige Grundschule aus dem Blick geraten und gegenüber der neuen
Grundschule benachteiligt werden könnte. Schwierigkeiten sah sie auch bei der Aufteilung
der Grundschule bzw. der Neuaufteilung der Schulbezirke sowie bei der Besetzung der
(neuen) Schulleitungsstelle. Grundsätzlich aber begrüßte sie, dass gerade auch von Seiten der
Haller SPD jetzt (endlich) Druck gemacht werde und die Probleme rund um die Grundschule
Hessental ernst genommen werden. Auch Andrea Hermann als Vertreterin der Grünen sprach
sich für die Variante eines Neubaus aus, verwies dabei aber auf das allgemeine Problem,
einen dafür geeigneten Standort zu finden. Des Weiteren meldete sich u.a. ein Vertreter des
Elternbeirats der Grundschule Hessental zu Wort und verwies darauf, dass es neben den
längerfristigen Planungen auch kurzfristige, schnelle Lösungen für die jetzigen Probleme, vor
allem mit Blick auf den Raumbedarf, geben müsse, indem z.B. über die Errichtung von
Containern u. ä. nachgedacht werde. Diskutiert wurde in dem Zusammenhang über die
Möglichkeit, dass ein Teil der Kinder aus Hessental auf Grundschulen in anderen Vororten
(Steinbach, Hessental) verteilt werden könnte.

Von weiteren Anwesenden wurde u.a. darauf
hingewiesen, dass bei allen Planungen die infrastrukturelle Situation wesentlich mit
einzubeziehen ist – so sind die damit verbundenen Probleme beim jetzigen Standort kaum zu
beheben, da es schlicht an verfügbarem Platz z.B. für Parkplätze oder Bushaltestellen fehlt.
Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass bei einem Neubau der Grundschule der jetzige
Standort anders genutzt werden kann, z.B. für Wohnraum oder einen Ortsplatz. In diesem
Zusammenhang wurden weitere Probleme und Themen rund um die Situation in Hessental
angesprochen, u.a. dass Bushaltestellen (insbesondere Krone) nicht barrierefrei sind und es
keine bzw. nicht ausreichend Sitzplätze gibt.

Weitere Beschwerden wurden über die
Verkehrssituation in Hessental, vor allem im Ortszentrum, geäußert, die für Fußgänger:innen
und Fahrradfahrer:innen, vor allem auch für Kinder, gefährlich ist und eine Erweiterung der
Friedhofkappelle angeregt sowie und auf das dortige Fehlen einer öffentlichen Toilette
hingewiesen.

Kritische Stimmen gab es auch zu den Planungen für die Südumfahrung, die
hierfür vorgesehenen Gelder seien sinnlos, und auch darüber, dass es bisher kein
Bürgergespräch in Hessental durch den neuen OB gegeben hat.

 
 

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